Seelsorge

Text Dr. Kokott

Buch


Liebe Pfarrgemeinde 

Ich finde, es lohnt sich zu erinnern, dass im März 2027 die nächste Wahl zum Pfarrgemeinderat stattfindet.

Oft wird angenommen, dass der Pfarrgemeinderat für alles verantwortlich ist, was in unserer Pfarre angeboten und organisiert wird: für den Pfarrkaffee, das Fastensuppenessen, das Erntedankfest und vieles mehr. Ich glaube, dass diese Sichtweise nicht ganz richtig ist.

Der Pfarrgemeinderat ist vor allem für die Organisation und Vorbereitung zuständig. Aber für das konkrete kirchliche Leben, die Durchführung dieser Aktivitäten, sind wir alle gemeinsam verantwortlich.

Es kann nicht sein, dass der Pfarrgemeinderat für alles zuständig ist und alle anderen nur als Gäste dabei sind und mit der Arbeit nichts zu tun haben. Wir alle sind Kirche. Jeder von uns hat dieselbe Taufe empfangen. Deshalb sind wir auch alle eingeladen, Verantwortung zu übernehmen und uns einzubringen.

Früher war es selbstverständlich, dass der Pfarrer an der Spitze der Gemeinde stand, vieles leitete und organisierte. Die Menschen kamen regelmäßig in die Kirche, und das kirchliche Leben funktionierte auf diese Weise. Diese Zeit ist jedoch vorbei. Heute haben wir eine andere Situation. Aber diese neue Situation ist auch eine Chance. Wir haben die Möglichkeit, das kirchliche Leben neu zu gestalten und neu zu organisieren. Dafür brauchen wir Menschen, die bereit sind, sich pastoral und seelsorglich einzubringen.

Der Pfarrgemeinderat ist deshalb mehr als ein Organisationsgremium. Er soll ein Rat für die Seelsorge und für die Zukunft unserer Pfarre sein.

Unser großes Problem ist die Glaubenskrise. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass immer weniger Menschen regelmäßig in die Kirche kommen.

Deshalb stellt sich für uns eine wichtige Frage: Wie können wir den Glauben in unserer Pfarre wieder lebendig machen und weitergeben?

Ein Vorbild kann für uns die Urkirche sein. Damals war es zunächst nur eine kleine Gruppe von Jüngern Jesu. Sie trafen sich, beteten miteinander und sprachen darüber, wie es mit ihrer Gemeinschaft weitergehen sollte. Aus dieser kleinen Gruppe ist die Kirche entstanden.

Auch wir stehen heute vor einer ähnlichen Aufgabe. Wir müssen uns fragen:

Welche Zukunft sehen wir für unsere Pfarre?
Wie soll unsere Pfarre in Zukunft aussehen?
Und welchen Platz wollen wir selbst darin einnehmen?

Dafür brauchen wir Menschen, die sich in der Seelsorge engagieren. Das bedeutet auch, dass wir uns gemeinsam vorbereiten und überlegen müssen, was unsere Pfarre braucht.

Wir brauchen Menschen, die sich für die Zukunft unserer Pfarre interessieren und bereit sind, aktiv mitzugestalten.

Schon heute gibt es Menschen, die sich einbringen: zum Beispiel bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung, bei der musikalischen Gestaltung einer Feldmesse und bei vielen anderen Gelegenheiten.

Seelsorge findet in vielen Bereichen unseres Pfarrlebens statt:

  • bei Taufen, Firmung
  • am Aschermittwoch,
  • am Palmsonntag,
  • in der Karwoche,
  • zu Ostern,
  • bei der Erstkommunion,
  • bei Ehejubiläen,
  • beim Erntedankfest,
  • am ersten Adventsonntag,
  • bei den Rorate Messen
  • und zu Weihnachten.

All diese Feiern und Ereignisse gehören zusammen. Sie sollen nicht nur einzelne, voneinander getrennte Termine sein. Sie sind Teil eines gemeinsamen kirchlichen Lebens.

Deshalb brauchen wir eine Seelsorgegruppe für unsere Pfarre. Wir wollen das pfarrliche Leben lebendig gestalten.

Besonders wichtig ist mir, dass die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung nicht nur eine kurze Episode im Leben einer Familie oder eines jungen Menschen bleibt. 

Deshalb möchte ich besonders die jungen Menschen und Eltern einladen – alle, die Kinder haben, hatten oder in Zukunft haben werden, die zur Erstkommunion oder Firmung gehen oder bereits gegangen sind.

Lasst uns gemeinsam Zeit finden, um über die Zukunft unserer Pfarre zu sprechen!

Ich schlage dafür ein Treffen am 27. Oktober 2026 um 19:45 Uhr im Pfarrheim Münichreith (Laimbach am 14.10.2026 um 19.45) vor.

Zu diesem Gespräch lade ich ausdrücklich auch jene Menschen ein, die nicht regelmäßig in die Kirche kommen, sondern vielleicht nur an Festtagen oder zu besonderen Anlässen.

Es soll ein offenes Gespräch sein. Ich möchte als Seelsorger zuhören und erfahren, was euch beschäftigt, was ihr euch von unserer Pfarre wünscht und welche Kirche ihr euch für die Zukunft vorstellt.

 Und ich möchte euch schon heute einladen, euch bei der Pfarrgemeinderatswahl im März 2027 für unsere Pfarre zu engagieren.

Das ist unsere Pfarre. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an der Zukunft unserer Pfarre zu arbeiten.

 Damit haben wir zwei wichtige Themen:

 1. Pfarrgemeinderatswahl im März 2027

Ich lade euch ein, darüber nachzudenken, ob ihr euch selbst als Kandidatin oder Kandidat engagieren möchtet.

2. Pastoralgespräch am 27. Oktober 2026 um 19:45 Uhr im Pfarrheim

Dazu lade ich besonders Eltern von Kindern in der Volksschule und in der Hauptschule ein. 

Thema: Kirche, in der ich meinen Platz sehe - die Kirche, die ich will und akzeptiere 

Lasst uns miteinander darüber sprechen, welche Kirche wir wollen und welchen Platz wir selbst in dieser Kirche sehen.

Ich freue mich auf unser gemeinsames Gespräch und auf viele Menschen, die bereit sind, die Zukunft unserer Pfarre mitzugestalten.


ARCHIV

  • 17. Sonntag

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  • 15. Sonntag

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  • Ostern ist vorbei

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  • Triduum Sacrum

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  • Missionar des 21. Jahrhunderts

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  • St. Annaberg  - Sanktuarium der Hl. Anna. Historisches Denkmal. Naturpark

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St. Annaberg Plan.pdf herunterladen

  • Sein Name war Leo

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